Abschied vom Rotstift

„Akribische Fehlersuche mit dem Rotstift?“ So habe ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit meine Angebotsbeschreibung begonnen. Schon damals mit Fragezeichen, gefolgt von dem Hinweis, dass Lektorat noch viel mehr ist als Fehlerkorrektur. Dennoch, die ersten Assoziationen waren und sind: Rotstift, Fehlersuche, Akribie, Sorgfalt, Gründlichkeit. Das ist nicht falsch. Darauf lege ich bei meiner Arbeit Wert, übrigens auch auf Pünktlichkeit und Verlässlichkeit. 

Lektorat

Aber ich möchte nicht die strenge Lehrerin sein, die einen Text bewertet. Ich bin auch nicht in der Rolle der Verlagslektorin, die einige wenige Buchideen annimmt und die meisten ablehnen muss, meist (schon aus Zeitgründen) mit einer höflichen Standardabsage. Ich darf bei meiner Arbeit andere Schwerpunkte setzen: 

  • Ich fälle kein Urteil, sondern gebe ein ehrliches, konstruktives Feedback.
  • Ich glätte nicht die Ecken und Kanten, sondern arbeite den individuellen Stil heraus. 
  • Ich zähle nicht die Fehler, sondern stelle Qualität sicher.  

Wenn ich Texte redigiere oder selbst verfasse, geht es nicht um meinen persönlichen Geschmack, sondern um Stimmigkeit. Um einen Stil, der zur Autorin, zum Autor passt, vielleicht auch zum Verlag oder zum Unternehmen, für das ich texte. Und nicht zuletzt geht es um die Leserinnen und Leser, die Zielgruppe. Diese habe ich immer im Blick, bei der Einschätzung einer Buchidee und beim Schreiben eines Blogartikels, beim Lektorat für Verlage und bei der Schlusskorrektur eines Kundenmagazins. Denn die Menschen, die lesen, sind letztlich immer diejenigen, die entscheiden, ob ein Buch ein Erfolg wird, ob ein Text sein Ziel erreicht. 

Mein Weg

Ich habe den klassischen Weg zum Lektorat gewählt, also geisteswissenschaftliche Fächer studiert und schon während des Studiums Verlagserfahrung gesammelt. Durch meine Studentenjobs und mein Volontariat bin ich im Bereich Non-Fiction gelandet, sodass ich mich schließlich ganz auf Sachtexte spezialisiert habe. 

Studium und Berufserfahrung

  • Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Philosophie und Buchwissenschaft in Mainz (Abschluss: Magister Artium)
  • Auslandssemester in Bologna, Italien
  • Praxiserfahrung im Studium, u. a. beim Campus Verlag, dem Verlagsdienstleister SAW Communications sowie beim ZDF
  • Volontariat im Bereich Lektorat und Audioproduktion beim GABAL Verlag in Offenbach
  • Seit 2014 selbstständige Lektorin und Texterin in Berlin, seitdem Betreuung zahlreicher Buch- und Textprojekte für Kunden wie GABAL und die Stiftung Warentest

Zusatzqualifikationen 

  • Zertifizierte Freie Lektorin ADM (Akademie der Deutschen Medien)
  • Zertifizierte Social Media Managerin ADM
  • Weiterbildungen in den Bereichen Grafik, Autorencoaching, Medienrecht, SEO und CMS, Texten fürs Web, PR-Texte, Projektmanagement

Mitgliedschaften

  • Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. (VGSD)
  • Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL)
  • BücherFrauen e. V.